Nachhaltigkeit
Die Erhaltung unserer Natur ist mir ein Herzensanliegen. Leider ist es in meinem Beruf heutzutage nicht mehr so einfach, nachhaltig zu arbeiten, denn die Blumen werden aus aller Welt importiert. Aber was ist eigentlich das Problem an konventionell angebauten Blumen?
Zum einen kommen viele Blumen, vor allem Rosen, aus Afrika oder Südamerika. Dort benötigen sie zwar keine Energie zum Wachsen, weil es natürlich schön warm ist, aber sie benötigen eine Menge Wasser, welches in diesen Ländern ohnehin schon knapp ist. Das zweite Problem ist, dass Unmengen an Pestiziden verwendet werden. Das ist nicht nur schlecht für Insekten und Grundwasser, sondern auch für die Menschen, die damit in Kontakt kommen. Die Arbeiter:innen, die auf den Blumenfarmen arbeiten, haben oftmals eine sehr schlechte Bezahlung und wenig Arbeitsschutz, sodass sie von den Pestiziden nicht selten krank werden. Das nächste Problem ist der Transport: mehrere tausend Kilometer mit dem Flugzeug und hunderte mit dem LKW. CO2 Olé!
Sind Blumen aus Holland besser? Nicht wirklich. Zumindest nicht im Winter, da die Gewächshäuser beheizt werden müssen. Das ergibt sogar einen höheren CO2-Ausstoß als die weitgereiste Ware.
Die Alternative sind Slowflowers: regional, saisonal und ohne Pestizide angebaut.
Ich weiß, dass es für den Großteil der Blumengeschäfte nicht gut umsetzbar ist, aber ich bin überzeugt, dass jede:r kleine Schritte gehen kann – vielleicht auch ein paar größere.